ECDL - Schulprojekt Hamburg

Gesellschaftlicher Kontext
Während wachsende Anteile der Schulabgänger in den vergangenen Jahren sich vergeblich um Ausbildungsstellen bewarben, zeugten Rückmeldungen aus den Betrieben, aber auch repräsentative Untersuchungen von fehlenden grundlegenden Voraussetzungen selbst bei einem großen Teil der eingestellten Bewerber. Aus diesem Grund wurde in Hamburg 2004 ein ECDL-Schulprojekt gestartet.

Projektziel

Das Projekt wurde entwickelt, um Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen, ihre Chancen im Wettbewerb um einen Ausbildungsplatz zu erhöhen, und so der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Kernziel war es, den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen und Fähigkeiten zu den folgenden Schwerpunktthemen zu vermitteln:

  • Aneignung berufsrelevanter IT-Kompetenzen, wie z.B. der Anwendung gängiger Programme (Word, PowerPoint, Excel und Access) und Nutzung des Internets,
  • berufszielgerichtete Auseinandersetzung mit ihren Stärken und Schwächen,
  • Erstellung der eigenen, individuellen Bewerbungsunterlagen
  • Stärkung der sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Eigenengagement.

Die Kompetenzvermittlung erfolgte über jugendgerechte Projektarbeiten in Team- und Einzelarbeit. Gearbeitet wurde mit speziell entwickelten Arbeitsbüchern. Die Schülerinnen und Schüler konnten über einen Zeitraum von zwei Schuljahren (1 Doppelstunde pro Schulwoche) das Zertifikat ECDL-Europäischer Computerführerschein, das aus insgesamt sieben eigenständigen Modulen besteht, erlangen.

Zielgruppe
Teilnehmer waren zunächst Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Hauptschulklassen, insbesondere an Ganztagsschulen. Es handelte sich um ein freiwilliges und zusätzliches Angebot und stand damit grundsätzlich für alle Schülerinnen und Schüler offen – besonders aber sollten Schülerinnen und Schüler gefördert werden, deren Eltern sie nicht bei Berufswahl und Aneignung von IT-Kompetenzen unterstützen können, sowie solche mit Migrationshintergrund. – Im weiteren Projektverlauf wurden weitere HR-Schulen, seit 2006 Klassen der BVS, und seit 2007 der Berufsfachschule – teilqualifizierend – aufgenommen.

Fördermittel / Förderzeitraum
Das Projekt wurde vom 01.10.2004 – 31.12.2007 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie aus Eigenmitteln finanziert.

Projektträger / Partner
Projektträger ist das Institut für Sozial- und Bildungspolitik Hamburg e.V., das von der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT maßgeblich unterstützt wird. Kooperationspartner sind die Behörde für Bildung und Sport, das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung sowie das Institut ABATON GmbH..

Ansprechpartner
ABATON GmbH
Cornelia Weiss
Telefon 06135 / 9330-0
Fax 06135 / 9330-11
CorneliaWeiss@abaton-institut.com

 

ISH Bildungs- und Beratungs-Gesellschaft mbH
Dieter Neukirch
Telefon 040 /63784570
Fax 040 / 63784599
neukirch@ishev.de
www.ishev.de